Kurz gesagt: Ja, die Texte einer laufenden Kampagne kannst du direkt korrigieren, ohne sie zu stoppen und neu anzulegen. Auch Tempo und Arbeitszeiten lassen sich ändern.
So bearbeitest du eine laufende Sequenz
Öffne die LinkedIn-Kampagne und gehe auf den Reiter Workflow. Auf der Karte Workflow weiter unten klickst du oben rechts auf „Sequenz bearbeiten". Es öffnet sich die gewohnte Baumstruktur deiner Sequenz, oben mit dem Hinweis, dass du im Bearbeitungsmodus einer laufenden Kampagne bist. Du passt die Inhalte an und speicherst mit „Speichern & Kampagne fortsetzen". Beim Speichern wird die Kampagne kurz pausiert und läuft danach automatisch weiter.
Was du ändern kannst:
Nachrichtentexte (inkl. Variablen, Spintax und A/B-Varianten)
Sprachnachrichten (Aufnahmen austauschen)
Kommentar-Texte und Reaktionen
Video-Schritte: Begleittext und die Video-Einstellungen, zum Beispiel welches Video gesendet wird
KI-Opener: die Begrüßung und die Einstellungen, zum Beispiel die Bezugsquelle
Wichtig zu verstehen
Bereits kontaktierte Leads bleiben unberührt. Wer die Nachricht schon bekommen hat, bekommt sie nicht erneut. Nur Leads, die den Schritt noch vor sich haben, erhalten den neuen Text.
Die Vernetzungsanfrage selbst lässt sich hier nicht bearbeiten. Kampagnen aus dem Campaign Builder verschicken sie ohne Notiz, es gibt also keinen Text zu ändern. Eine reine Vernetzungssequenz hat deshalb nichts zu bearbeiten, dort erscheint der Knopf nicht. Dass die Anfrage ohne Notiz rausgeht, ist bewusst so: LinkedIn würde eine kurze Notiz zwar erlauben, Anfragen ohne Notiz werden aber erfahrungsgemäß häufiger angenommen, weil sie nicht nach Verkauf aussehen. Ohne Premium lässt LinkedIn außerdem nur wenige Anfragen mit Notiz pro Monat zu. Deine persönliche Nachricht kommt in der Sequenz direkt nach der Annahme.
Du änderst nur Inhalte. Die Reihenfolge der Schritte, das Hinzufügen oder Löschen von Schritten und die Wartezeiten sind in diesem Modus gesperrt.
Steht die Kampagne auf „Abgeschlossen", „Gestoppt" oder „Archiviert", geht es nicht mehr. Nutzt dieselbe Sequenz mehr als eine Kampagne, lässt sie sich hier ebenfalls nicht bearbeiten.
Tempo und Arbeitszeiten ändern
Aktive Tage, Aktivitätsfenster und den Durchsatz pro Tag änderst du im Reiter Einstellungen über das Stift-Symbol „Boost-Konfiguration bearbeiten", auch während die Kampagne läuft. Neue Leads nimmst du im Reiter Workflow über „Jetzt aufnehmen" auf, siehe Leads zu einer laufenden Kampagne nachschieben.
Wartezeiten oder Ablauf ändern?
Möchtest du die Wartezeiten zwischen den Nachrichten oder den Aufbau der Sequenz ändern, gehst du so vor:
Klicke oben auf der Kampagnenseite auf Beenden und im Dialog „Kampagne beenden?" auf „Weiter".
Im zweiten Schritt „Bereits kontaktierte Leads auslagern" legst du fest, ab wann ein Lead als kontaktiert gilt. Empfohlen ist „Vernetzungsanfrage oder Nachricht", damit niemand in der nächsten Kampagne ein zweites Mal angeschrieben wird. Darunter wählst du die Zielliste, „Neue Liste erstellen" ist vorbelegt.
Mit „Beenden und auslagern" wandern die kontaktierten Leads in diese Liste. In der Ursprungsliste bleiben nur die unberührten Kontakte, die kannst du ohne Doppelansprache weiterverwenden. Wer nur stoppen will, klickt auf „Nur beenden".
Lege dann eine neue Kampagne an (Kampagnen → Neue LinkedIn Kampagne), nimm im Schritt Eckdaten die Ursprungsliste und stelle im Schritt Sequenz Ablauf und Wartezeiten ein.
Das Auslagern kannst du nachholen: Steht die Kampagne auf „Gestoppt" oder „Abgeschlossen", findest du oben den Knopf „Kontaktierte auslagern".
Ein häufiger Fall: Kommen deine Follow-ups direkt hintereinander statt zeitversetzt an, fehlt die Wartezeit zwischen den Schritten. Eine Wartezeit gilt jeweils bis zur nächsten Aktion, die Zeiten addieren sich also entlang der Sequenz. Dealsky variiert sie leicht zufällig, damit der Ablauf natürlich wirkt und dein LinkedIn-Konto geschützt bleibt.
